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Welchen pH-Wert sollte Wasser haben?

Kurz & Knapp – TL;DR
  • TrinkwV für Leitungswasser erlaubt einen pH-Bereich von 6,5 bis 9,5 vor; Min/TafelWV erlaubt auch Werte von < 4,5 pH
  • Der pH-Wert aus der TrinkwV ist vor allem für Korrosion in Rohrleitungen relevant: Saures Wasser kann u.a. Metalle aus Leitungen lösen.
  • Der Blut-pH wird vom Körper autonom zwischen 7,37 und 7,45 reguliert; Nahrung & Getränke beeinflussen dies nicht wirklich
  • Getränke unterscheiden sich stark: Cola liegt etwa bei pH 2–3, Orangensaft bei pH 3,5–4, kohlensäurehaltiges Mineralwasser bei pH 4,5–6,5.
  • Für die Gesundheit sind beim Trinkwasser gefährliche Begleitstoffe wie PFAS, Mikroplastik oder Nitrate entscheidend zu minimieren. Ein Mangel an Calcium & Magnesium ist selten.

Der pH-Wert begegnet uns nicht nur bei Wasser, sondern auch bei vielen anderen Getränken wie Säften, Kaffee oder Mineralwasser. Er zeigt an, ob eine Flüssigkeit eher sauer, neutral oder basisch ist. Bei Wasser stellt sich deshalb oft die Frage: Welcher pH-Wert ist eigentlich normal, welcher Bereich gilt bei Trinkwasser als üblich und welche Bedeutung hat das für den Alltag?

Wichtig ist dabei: Der pH-Wert eines Getränks sagt nicht automatisch aus, ob es „gesünder“ oder „besser“ für den Körper ist. Unser Körper reguliert seinen Säure-Basen-Haushalt sehr zuverlässig selbst. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf den pH-Wert, etwa um Wasser, Leitungsqualität, Geschmack oder verschiedene Getränke besser einordnen zu können.

Grundsätzlich wird der pH-Wert auf einer Skala von 0 bis 14 angegeben:

  • pH-Wert 0 bis 5: stark sauer bis sauer
  • pH-Wert 5 bis 7: leicht sauer bis neutral
  • pH-Wert 7 bis 9: neutral bis leicht basisch bzw. alkalisch
  • pH-Wert 9 bis 14: basisch bzw. alkalisch bis stark basisch bzw. alkalisch

Wie Sie den pH-Wert Ihres Wassers messen können und welche Werte bei Trinkwasser üblich sind, erfahren Sie im weiteren Verlauf.

Was ist der pH-Wert?

pH Skala von sauer bis alkalisch. 14 Stufen & Beispiele

Oft ist die Rede vom Wasser-pH-Wert. Aber was genau versteht man eigentlich unter dem pH-Wert im Wasser? Die Abkürzung pH steht für „potentia hydrogenii“. Das ist lateinisch und bedeutet „Konzentration von Wasserstoff“. Und genau das ist unter dem pH-Wert zu verstehen, die Konzentration von Wasserstoff-Ionen in einer wasserähnlichen Lösung. Die jeweilige Wasserstoffionenkonzentration bestimmt dann über den sauren oder basischen Charakter des Wassers. Hier ein paar Beispiele:

GetränkpH-Wert*
Leitungswasser / Trinkwasser7,0–8,5
Mineralwasser6,5–7
Mineralwasser mit Kohlensäure4,5–6,5
Kaffee5
Milch6,5–7
Orangensaft3,5–4
Apfelsaft3,5
Cola2–3
Bier4,5
Wein4
Wasser ArtpH-Wert*
Destilliertes Wasser5
Regenwasser5,6–5,8
Heizungswasser8,2–10
Kalkwasser12

* Die angegebenen pH-Werte sind Durchschnitts- bzw. Orientierungswerte. Je nach Herkunft, Zusammensetzung, Temperatur, Kohlensäuregehalt, Lagerung oder Messmethode kann es zu Abweichungen kommen.

Welche Rolle spielt der pH-Wert im Trinkwasser?

Der pH-Wert im Trinkwasser entscheidet nicht nur über den Charakter unserer Getränke, es wird auch für die Entscheidung über das zu verbauende Material in Rohrleitungen herangezogen. Denn die unterschiedlichen pH-Werte im Wasser können das jeweils verwendete Material angreifen und beschädigen und so zu einer erhöhten Abgabe von Schadstoffen wie Kupfer führen. Wichtig sind den Stadtwerken und Hausbesitzern dabei vor allem konstante pH-Werte.

  • Verzinkter Stahl: Bei der Wahl von verzinktem Stahl als Material für die Rohrleitungen kann es durch pH-Werte unter 7,5 zu Korrosion kommen. Das kann zu Veränderungen und Beeinträchtigung des Werkstoffs führen.
  • Kupferrohre: Ähnlich sieht es bei Kupferrohren aus. Ab einem Wasser-pH-Wert unter 7 kann es zur vermehrten Abgabe von Kupfer an das Wasser kommen.
  • Zementhaltige Werkstoffe: Werkstoffe mit zementhaltigen Substanzen werden bei saurem Wasser mit einem pH-Wert zwischen 4 und 6,5 angegriffen.

Unbedenkliche Leitungsmaterialien für Trinkwasser sind insbesondere korrosionsbeständiger Stahl, innen verzinntes Kupfer oder Kunststoff. Und nicht nur die Leitungen reagieren auf die unterschieden pH-Werte im Wasser, auch der menschliche Körper wird von ihnen beeinflusst.

Wie beeinflusst der pH-Wert den menschlichen Körper?

Der menschliche Körper besteht zu rund 70 Prozent (2/3) aus Wasser. Alle Stoffwechselvorgänge finden in dieser wässrigen Umgebung statt und benötigen je nach Organ für einen optimalen Ablauf ganz spezifische pH-Werte. Der pH-Wert im Blut ist leicht basisch und wird durch Nieren, Lungenatmung sowie chemische Puffersysteme autonom und streng zwischen 7,37 und 7,45 gehalten. Bereits eine geringe Schwankung von 0,05 Punkten hat hier spürbare gesundheitliche Folgen. Bei erkrankten Menschen kann es hier jedoch eine Störung des pH-Haushalts geben.

Störung des Säure-Basen-Haushalts und die Folgen | pH-Wert

Klinische Schwankungen: Azidose und Alkalose

Krankheitsbedingte Entgleisungen des Blut-pH-Werts äußern sich in zwei Richtungen:

Zu hohe Werte (Alkalose): Ein Anstieg über 7,45 deutet auf Erbrechen, Gehirn- oder Hormonstörungen (Conn-Syndrom) hin. Auch Hyperventilation bei Aufregung, Schockzustände oder die Einnahme bestimmter Medikamente (Diuretika, Mineralokortikoide, Bikarbonate) lassen den pH-Wert ansteigen.

Zu niedrige Werte (Azidose): Sinkt der Blut-pH-Wert unter 7,37, liegt eine akute Übersäuerung vor. Dies kann auf ein diabetisches Koma, Nierenerkrankungen (wie Nierenschwäche), Vergiftungen oder Durchfall hindeuten. Auch Hungerzustände, Schock, Sauerstoffmangel, Atemstörungen sowie dauerhafter Alkoholmissbrauch können diesen Abfall verursachen.

Der Säure-Basen-Haushalt im menschlichen Körper

Sie können die Belastung Ihres Säure-Basen-Haushalts – nicht aber den starr regulierten pH-Wert Ihres Blutes oder Magens – über eine ausgewogene Ernährung stark beeinflussen. Denn durch die Wahl der Speisen bestimmen Sie, ob bei der Verstoffwechselung in den Zellen überwiegend Säuren oder Basen als Endprodukte anfallen.

Wer beispielsweise zu viele säurebildende Lebensmittel wie tierische Proteine, Fertigprodukte oder Zucker zu sich nimmt, zwingt den Körper zu einer Ausgleichsreaktion. Um den lebenswichtigen Blut-pH-Wert zwingend stabil zu halten, muss der Organismus diese sauren Stoffwechselprodukte neutralisieren. Dafür raubt er basische Mineralien aus körpereigenen Depots (wie Knochen und Knorpeln) und lagert die neutralisierten Reste im Bindegewebe ein. Diese sogenannte „latente Gewebeübersäuerung“ hat weitreichende Folgen: Müdigkeit, Erschöpfung, eine verringerte Leistungsfähigkeit sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Ein solcher Raubbau an den körpereigenen Puffersystemen lässt sich nicht allein durch den Konsum von pH-neutralen Getränken stoppen. Vor allem über die Nahrung müssen ausreichend basenbildende Lebensmittel wie frisches Gemüse, Kräuter, Früchte, Karotten und Nüsse aufgenommen werden. Sie liefern exakt die Mineralien, die der Körper benötigt, um anfallende Säuren zu neutralisieren, ohne die eigenen Reserven anzugreifen.

Welcher pH-Wert wird in der Trinkwasserverordnung geregelt?

Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV – Anlage 3) schreibt einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 vor, um die sogenannte „korrosive Wirkung“ des Wassers auf die Hausinstallationen zu verhindern. Ist Leitungswasser saurer als pH 6,5, steigt das Risiko signifikant, dass das Wasser Substanzen wie Kupfer, Eisen, Zink oder Blei aus den Leitungsrohren herauslöst. Diese Metalle können, wenn sie in hoher Konzentration im Stagnationswasser (länger in der Leitung stehendes Wasser) getrunken werden, gesundheitsschädlich sein und beispielsweise Leberschäden verursachen. Der pH-Wert-Grenzwert ist also eine präventive Maßnahme zum Leitungsschutz, um indirekte Gesundheitsgefahren durch Schwermetalle zu vermeiden.

Wie messe ich den pH-Wert im Wasser?

pH-Wert im Wasser messen

Der pH-Wert des Wassers kann mit kalibrierten (geeichten) Geräten, die für Messungen von Reinstwasser geeignet sind, exakt bestimmt werden. Diese Messgeräte sind heutzutage leicht im Handel zu erwerben und der pH-Wert kann am Gerät direkt abgelesen werden.

Im Privathaushalt werden häufig Messstreifen für die pH-Wert Bestimmung verwendet. Das ist wohl auf die einfachste Möglichkeit zur Bestimmung des pH-Wertes. Die Teststreifen sind schon für kleines Geld erhältlich und werden für 5 Sekunden in das Leitungswasser gehalten und anschließend anhand der Verfärbung ausgelesen.

Fazit zum Trinkwasser-pH-Wert

Für die gesundheitliche Bewertung von Trinkwasser wird der pH-Wert oft überschätzt. Der pH-Wert des Blutes wird bei gesunden Menschen sehr eng reguliert. Deshalb ist nicht entscheidend, ob ein Getränk leicht sauer, neutral oder leicht basisch ist, denn im Magen trifft es ohnehin auf ein stark saures Milieu und wird dort sofort weiterverarbeitet. Wichtiger ist, welche Stoffwechselprodukte bei der Verwertung von Nahrung entstehen und welche Begleitstoffe das Wasser enthält. Der in der Trinkwasserverordnung genannte pH-Bereich wurde vor allem festgelegt, um Korrosion in Leitungen zu begrenzen. Daher darf Mineralwasser nach der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (Min/TafelWV) mit zugesetzter Kohlensäure z.B. auch einen noch geringeren pH-Wert haben als < 4,5 pH. Für den Körper steht daher weniger ein „idealer“ Wasser-pH im Vordergrund, sondern vor allem die Frage, wie rein und unbelastet das Wasser ist. PFAS, Nanoplastik oder auch Mikroplastik im Flaschenwasser spielen hier eine entscheidende Rolle.

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